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Individuelle Label aus SnapPap plotten und aufnähen

Label aus SnapPap erstellen, plotten und aufnähen

Halstücher aus Musselin sind seit dem letzten Jahr aus der Nähwelt nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder, denn mittlerweile gibt es den ehemaligen Spucktuch-Stoff in wunderschönen Farben und Mustern. Er ist weich und nach dem Waschen immer besonders fluffig und kuschelig. Auch das Nähen der Halstücher ist nicht schwer und innerhalb kürzester Zeit entstehen Tücher für die ganze Familie. Als besonderes Highlight: Label, die Eure Tücher individuell und besonders machen. Ich nutze dazu SnapPap.

SnapPap ist ein Waschpapier in Lederoptik, welches sich einfach vernähen und plotten lässt, schön aussieht und – wie der Name schon sagt – waschbar ist. Ideal für alle, die kein echtes Leder nutzen wollen und dennoch schicke Label, Taschen, Utensilos etc. selber herstellen möchten. Wo ihr das SnapPap bekommt, lest ihr unten in der Materialliste.

Wie nun aus einem Stück Waschpapier ein schönes Label entsteht und mit welchen Einstellungen es aufgenäht wird, dass habe ich Euch in diesem kleinen Tutorial in Text und Bild festgehalten. Und natürlich gibt es die Plotterdateien für Euch als Freebie.

Also, fangen wir an!

SnapPap-Label erstellen und plotten

Label aus SnapPap wird geplottet

SnapPap-Label aus dem Plotter

Für die Label-Datei habt Ihr wie immer zwei Möglichkeiten: 1. Ihr erstellt Euch Euer Label selbst oder nutzt fertige Vorlagen (wie zum Beispiel mein Freebie ;)).

Ich möchte Euch beide Varianten kurz vorstellen.

Label im Silhouette-Studio selbst erstellen

Öffnet die Design-Software bzw. wie in meinem Fall, das Silhouette-Studio. Nun zeichnet mit dem Rechteck-Werkzeug ein Label auf. Bedenkt dabei, wie groß das Label werden soll und ob Ihr es nur auf die schöne “rechte” Stoffseite aufbringen wollt, oder wie in diesem Beispiel, in der Mitte falten und auf beiden Seiten fest nähen wollt.

Um solch ein Label wie auf dem Foto gezeigt zu erstellen, zeichnet zuerst mit dem Rechteckwerkzeug Euer Label. Darunter findet Ihr übrigens das Werkzeug “Rechteck mit abgerundeten Ecken” falls Ihr Label mit leicht gerundeten Ecken erstellen wollt. Für die genaue Angabe der Breite und Höhe nutzt das “Skalieren”-Bedienfeld. Dort müsst Ihr den Haken bei “Aspekt sperren” raus nehmen. So könnt Ihr beide Werte individuell bearbeiten.

Label aus SnapPap plotten - Label zeichnen

1. Rechteck zeichnen 2. Skalieren-Werkzeug öffnen 3. Haken für individuelle Werte entfernen – Jetzt die gewünschte Breite und Höhe eingeben.

Nun habt Ihr die Wahl:

  1. Ihr entscheidet Euch für ein Label mit ausgestanztem Symbol wie auf meinen Bildern, oder
  2. Ihr nutzt zum Beispiel Flexfolie, um ein Symbol oder den Namen auf das Label mit SnapPap aufzubügeln.

Bei mir geht es mit Variante 1 weiter. Ich habe mich für das Herz-Symbol entschieden, dass ich nun in meinem Programm zeichne und in den oberen Bereich platziere. Das Herz könnt ihr selbst erstellen und müsst dafür keine Vorlage nutzen. Wie das geht, zeigen Euch die nächsten Schritte:

Nun haben wir also unser Label selbst erstellt und es kann mit dem Plotten losgehen. Wie genau, das erkläre ich euch nun anhand meiner Freebie-Dateien. Beachtet bitte: Solltet Ihr Schrift haben oder ein Objekt, welches ungleichmäßig ist, spiegelt das Label, damit es dann genau so aussieht, wie Ihr es Euch vorgestellt habt.

Fertige Label-Vorlagen nutzen

Ladet Euch die gewünschte Labeldatei (zum Beispiel mein Freebie ;)) in Eure Software. Platziert und transformiert Euch die Label, so groß wir Ihr sie haben möchtet. Bei mir haben die Label eine Höhe von 9 cm. Diesmal setzt bitte den Haken bei “Aspekt sperren” wieder, damit die Proportionen erhalten bleiben.

Schnitteinstellungen für SnapPap

Jetzt gehts ans Plotten. Ich habe mir mittlerweile für SnapPap Benutzerdefinierte Schnitteinstellungen angelegt.

Ich schneide die SnapPap mit einem normalen Messer, welches Ihr dann aber bitte nicht mehr für Folie nehmen solltet. Folgende Schnitteinstellungen sind nicht verbindlich – je nach Messer etc. können Sie variieren:

Schnitteinstellung für Label aus SnapPap

Hier seht Ihr meine individuellen Schnitteinstellungen die aber abweichen können!

Einstellungen im Programm:
Messer: 10
Geschwindigkeit: 1
Dicke: 33
Doppelschnitt: Ja
Bitte macht unbedingt einen Testschnitt! 

Wenn alles funktioniert hat, habt ihr nun die Label geplottet.

Fertiges Label aufnähen

Jetzt kommt das Schönste – Ihr könnt Eure Label aufnähen. Den Faden wähle ich dabei passend zum Stoff, natürlich könnt Ihr auch ein Kontrastgarn nutzen. Die Nadel sollte keine feine Jersey-Nadel sein. Ich nutze eine Nadelstärke für feste Stoffe. Außerdem stelle ich den Dreifach-Geradstich und eine Laufweite von 2.5 ein, damit die Label nicht nach dem ersten mal tragen abfallen. Zum Fixieren eignen sich Stoffklammern, da verrutscht nix.

 

Fertig 🙂  Ich hoffe, Ihr konntet dem kleinen Tutorial folgen und habt nun viel Spaß beim Verschönern Eurer genähten Lieblingsteile.

Was Euch jetzt noch fehlt? Natürlich – meine Label. Die könnt Ihr Euch hier herunterladen. Viel Spaß beim Nähen und Plotten. Gerne dürft Ihr diesen Beitrag verlinken und mit Euren Freunden teilen.

Materialliste  (Achtung – unbezahlte Werbung)

SnapPap gibt es zum Beispiel bei Snaply: Link
Musselin von Stoffe Hemmers: Link